Lohnsteuerliche Behandlung des Deutschlandtickets ab 2024

Das Deutschlandticket steuer- und betragsfrei auch in 2024 – LStH 3.15

Die Finanzverwaltung hat auch für das Kalenderjahr 2024 ihre Hinweise zu den Lohnsteuer-Richtlinien überarbeitet. Im folgenden Beitrag gehen wir auf wesentliche Neuerungen für die Praxis gegenüber den Lohnsteuer-Hinweisen 2023 anhand von Beispielen ein. In diesem Beitrag geht es speziell um das Deutschlandticket.

Die Steuerfreiheit des Deutschlandticket – LStH 3.15

Sachbezüge und Geldleistungen des Arbeitgebers bei Überlassung oder Erwerb eines Deutschlandtickets, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden, sind auch außerhalb von Reisekosten wegen beruflich veranlasster Auswärtstätigkeit steuer- und beitragsfrei, da das Deutschlandticket nur zu Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr berechtigt.

Hinweis: § 3 Nr. 15 S. 1 und 2 EStG sowie § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SvEV

Die Steuerfreiheit der zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Arbeitgeberleistungen gilt auch für ein kostenpflichtiges Upgrade des Deutschlandtickets, wie zum Beispiel für die Benutzung der 1. Klasse und / oder für die Mitnahme eines Fahrrads.

Wird eine Fahrberechtigung für den öffentlichen Personennahverkehr auch für die Nutzung bestimmter Fernzüge freigegeben, liegt weiterhin eine Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr vor, die hinsichtlich der Steuerbefreiung begünstigt ist.

Hierunter fällt insbesondere die Freigabe des Deutschlandstickets für bestimmte IC-/ ICE-Verbindungen.

Auswirkung des Arbeitgeberzuschusses auf die Entfernungspauschale – LStH 8.1 (1-4)

Der steuer- und beitragsfreie Arbeitgeberzuschuss zum Deutschlandticket mindert die als Werbungskosten abziehbare Entfernungspauschale.

Hinweis: § 3 Nr, 15 S. 3 EStG

Der Arbeitgeberzuschuss ist daher im Lohnkonto des jeweiligen Arbeitnehmers gesondert aufzuzeichnen und in dessen Lohnsteuerbescheinigung anzugeben.

Pauschalbesteuerung des Arbeitgeberzuschusses

Die Minderung der Entfernungspauschale unterbleibt, wenn der Arbeitgeber seine Aufwendungen für das Deutschlandticket zulässigerweise mit 25% pauschal besteuert.

Hinweis: § 40 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 EStG i.V.m. § 40 Abs. 2 S. 4 EStG

Die pauschal besteuerten Bezüge sind im Lohnkonto des jeweiligen Arbeitnehmers aufzuzeichnen. Ein Ausweis in der Lohnsteuerbescheinigung des jeweiligen Arbeitnehmers ist nicht vorzunehmen.

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner