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Wann sind Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge bei der Berechnung für Kurzarbeitergeld zu berücksichtigen?

VonRedaktion

Wann sind Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge bei der Berechnung für Kurzarbeitergeld zu berücksichtigen?

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge (SFN-Zuschläge) bei der Berechnung von Kurzarbeitergeld zu berücksichtigen.

Die zuständige Bundesagentur für Arbeit (BAfA) erstattet dem Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld, welches er bzw. ein von ihm beauftragter Dienstleister berechnet hat. Dieses zahlt der Arbeitgeber an die Arbeitnehmer im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung aus.

Für die Berechnung von Kurzarbeitergeld (KUG) wird das im jeweiligen Entgeltabrechnungszeitraum ausgefallene Bruttoarbeitsentgelt (Soll-Entgelt) und das tatsächliche erzielte Arbeitsentgelt (Ist-Entgelt) festgestellt.

Das Soll-Entgelt ist das Bruttoentgelt, was der Arbeitnehmer hätte erzielen können, vermindert um Entgelt für Mehrarbeit, wenn kein Arbeitsausfall eingetreten wäre.

Das Ist-Entgelt ist das Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer in dem Anspruchszeitraum tatsächlich erzielt hat, zuzüglich aller zustehenden Entgeltanteile.

Sind Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge Teil des Soll-Entgelts?

Arbeitnehmer, die neben einem verstetigten monatlichen Arbeitsentgelt oder einer Stundenvergütung variable Zuschläge oder Zulagen erhalten, ist die Höhe der bei Vollzeit gezahlten Zulagen im Anspruchszeitraum zu ermitteln und in das Soll-Entgelt einzubeziehen. Analog ist auch mit den Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschlägen zu verfahren. Ist ein Wert der Zuschläge oder Zulagen im Anspruchszeitraum nicht ermittelbar, kann auf den vorangegangenen Abrechnungszeitraum abgestellt werden.

Wann sind Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge beitragspflichtig?

Bei der Ermittlung des Soll-Entgelts ist die gegebenenfalls unterschiedliche Behandlung der Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge im Steuer- und Sozialversicherungsrecht zu beachten.

Steuerrechtliche Bewertung der Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge

Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge sind steuerfrei, soweit sie die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstprozentsätze nicht überschreiten. Es ist zusätzlich zu beachten, dass für die Ermittlung der Steuerfreiheit der Zuschläge maximal ein Grundlohn von 50,00 Euro je Stunde berücksichtigt werden kann.

Zuschläge, die auf einen höheren Grundlohn basieren, unterliegen mit dem übersteigenden Teil der Steuerpflicht.

Sozialversicherungsrechtliche Bewertung der Sonntags-, Feiertags-, und Nachtarbeitszuschläge

Die sozialversicherungsrechtliche Bewertung ist abweichend von der sozialversicherungsrechtlichen Bewertung. Bei der Sozialversicherung handelt es sich nur dann um beitragsfreies Arbeitsentgelt, soweit der Grundlohn 25,00 Euro je Stunde nicht übersteigt. Der geringe Betrag in der Sozialversicherung führt dazu, dass beitragspflichtiges Arbeitsentgelt trotz eines komplett steuerfreien Zuschlags vorliegen kann.

Soweit es sich um beitragspflichtige Zuschläge handelt, werden diese beim Soll-Entgelt und Ist-Entgelt für die Berechnung des Kurzarbeitergeldes berücksichtigt.

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